Samstag, 21. Februar 2009

zur Aufmunterung

mal ein paar Videos...














Dienstag, 17. Februar 2009

Banias

Nach dem Besuch in Tel Dan ging es weiter nach Banias.

Der Banias ist ein Naturschutzgebiet in einer der schönsten Landschaften Israels. Die Quelle des Flusses Hermon (auch als Banias bekannt), einem Quellfluss des Jordan, befindet sich tief im Berg Hermon. In der Baniashöhle am Fuss des Hermon tritt die Quelle ans Tageslicht.


Im heutigen Banyas-Gebiet lag das antike Caesarea Philippi, das ebenso wie Caesarea Maritima, von Herodes Antipas erbaut wurde.


Granatapfelbäume (mit hängengebliebenen, vertrockneten Früchten.
Mein eigenes, aus einem Kern gezogenes Granatapfelbäumchen,
ist aufgrund chronischer Vergesseritis und Sommertrockenheit leider nicht über 20 cm geworden.





In diesen Höhlen befand sich ein Heiligtum für den Hirtengott Pan.
Der Name Banias leitet sich vom griechischen Wort "Paneas" her.

In der Bibel wird Caesarea Philippi im Zusammenhang mit dem Wirken Jesu erwähnt. Nach neutestamentlicher Überlieferung soll Jesus an diesem Ort Petrus als den Felsen bezeichnet haben, auf den er „seine Gemeinde bauen“ wolle, nachdem dieser bekannt hatte, dass Jesus der Messias sei (Matthäus 16,13ff. und Parallelstellen).

Ausgrabungen. Caesarea Phillippi (?)



Am Banias sind wir zum ersten Mal der Gruppe Afrikaner begegnet, die wir im weiteren Reiseverlauf noch mehrmals wiedergetroffen haben.
Eine große Gruppe Kenianer, die in 3 Reisebussen unterwegs waren auf den Spuren Jesu. An jeder Station wurde intensiv gesungen und gebetet.

Tel Dan

Im Naturschutzgebiet Tel Dan liegt eine der drei großen Jordanquellen mit dem Quellfluss Dan.



Der Dan, der später in den Jordan fliesst

Hier wurde in der frühen kanaanitischen Zeit die Stadt Lajisch gebaut, die zwischen 2700 und 2400 v.Chr. besiedelt war und vom Stamm Dan erobert wurde.



Ein Trog am Stadteingang von Dan

Der König sass direkt am Stadttor auf seinem Thron und hielt Hof. Dort sprach er auch Recht. Schaffte es ein Verbrecher, seinen Häschern bis in dieStadt zu entkommen, unterstand er der Gerichtsbarkeit des Königs.

Unser Leisereiter, Motke Shomrath. Heute fotoscheu ;-)



Die fruchtbaren Ebenen von Galiläa. Das hier sind Avocado-Bäume.



riesige Eukalyptusbäume

Die Eukalyptusbäume wurden in den teilweise sehr sumpfigen und unbewohnbaren Ebenen Galiläas gepflanzt, da sie viel Wasser aufnehmen und so die Sümpfe austrocknen halfen.



Tiberias

In Tiberias erwartete uns ein atemberaubender Blick über die Stadt und den See Genezareth im Hintergrund.

Die Stadt wurde von Herodes Antipas ab 17 n. Chr. erbaut. Den Namen wählte Herodes zu Ehren des römischen Kaisers Tiberius. Die Stadt wurde im römisch-griechischem Stil mit Palästen und typisch römischen Bauten wie Forum, Theater und Rennbahn erbaut; dabei wurden teilweise auch jüdische Gräber überbaut, weswegen die Stadt von gläubigen Juden zunächst als „unrein“ gemieden wurde.
Nach urchristlichen Quellen wurde
Johannes der Täufer vor dem Jahr 30 in Tiberias hingerichtet.


Nach einem opulenten Frühstücks-Bufett brachen wir zu unserem ersten Tagesausflug auf.
An diesem Tag wollten wir einige der Heiligen Stätten um den See Genezareth besichtigen, wie z.B. Tabgha mit der Brotvermehrungskirche, den Berg der Seligpreisungen, Kapernaum.
Auch das Naturschutzgebiet Tel Dan und die berühmten Golan-Höhen standen heute auf dem Programm.

Weil das mit den vielen Fotos zu unübersichtlich und kompliziert wird, werde ich jedem Ort einen eigenen Eintrag widmen.


Sonnenaufgang über dem See Genezareth

Samstag, 7. Februar 2009

der erste Tag

Die Nacht war kurz und unruhig.
Eigentlich wollte ich früh ins Bett gehen. Ganz früh. Sollte doch der Wecker schon um 3.15 Uhr Morgens klingen!
Eigentlich.
Aber wie immer kommt es erstens anders, und zweitens, als man denkt.
Der Tag war mit mehrmaligem Koffer ein-, wieder aus und umpacken gefüllt.
Schnell noch die letzten Sachen gebügelt. (Das war relativ unnötig. Sie waren nämlich trotzdem zerknautscht, als ich sie aus dem Koffer packte).
So gegen 20.30 Uhr war ich dann so einigermassen mit der Packerei fertig und wollte mich Richtung Bett begeben.
Um 21.00 Uhr klingelte das Telefon. Die beste SchwieMa von allen wollte sich erkundigen, ob ich alles habe, feste Schuhe, genug Taschengeld und so. Ich konnte sie beruhigen.
(Naja, das Thema Taschengeld... Genug ist es irgendwie sowieso nie, und unser Budget war extrem beschränkt, quasi nicht vorhanden. Aber das musste sie ja nicht unbedingt wissen)
Wir haben dann noch ein Weilchen (bis 21.20 Uhr) gequatscht.
Um 21.30 Uhr wollte mein Ritter von der Arbeit kommen. Dachte mir, die paar Minuten kann ich dann ja auch noch warten.
Wir haben dann noch ein Gläschen Jingle-Bells-Likör getrunken. Den hatte ich von meiner Schwester zu Weihnachten bekommen.
Lecker: Marzipan, Orange, Walnuss. Nur seeeeehr süß!
Um 22.30 Uhr bin ich dann endlich ins Bett gekommen.
Um 23.00 Uhr musste ich ganz ganz dringend pullern.
Um 00.00 Uhr klingelte plötzlich der Wecker. Ich hatte vorsorglich neue Batterien eingelegt, da die alte schon fast leer war, und nur die eine Weckzeit gestellt, die zweite wurde scheinbar automatisch auf 00.00 Uhr gesetzt.
Um 1.00 Uhr ging mein Ritter ins Bett.
Um 2.30 Uhr war die Prinzessin wach und wollte unbedingt raus. Dies tat sie mit lautem Miezen und an der Tür-kratzen kund. Mein Ritter hat sie netterweise rausgelassen.
Um 3.15 Uhr klingelte dann der Wecker. Erst d achte ich, das ist ein Scherz. Ist es wirklich schon so weit??
Schlaftrunken ins Bad gewankt. Diverse Miezen rausgelassen. Diverse andere Miezen gefüttert.
Einen schönen starken Kaffee aufgebrüht und ein paar Stullen für unterwegs geschmiert.
Die letzten Sachen eingepackt.
Meinem Ritter ein Abschiedsküsschen gegeben.
Den Tonnenschweren Koffer und das Handgepäck die Treppe runtergewuchtet und durch das schlafende Dorf zum Pfarrhaus gekarrt. Zum Glück hat der Koffer Rollen!
Dort erwarteten mich eine quietschvergnügte (und unverschämt muntere) SchwieMa, eine sehr verschlafene Regine-Schwägerin, ein halbwacher Larry-Schwager, der uns in die Kreisstadt zum Treffpunkt bringen wollte und eine recht wache Evi-Freundin, die schon am Vorabend angereist war.
Die Fahrt in die Stadt verlief ereignislos, sieht man mal von der kurzen Schrecksekunde auf halber Strecke ab, wo die reiseleitende Regine befürchtete, ihr Handy vergessen zu haben.
Am Treffpunkt angekommen, haben wir unser Gepäck in den Bulli vom Jens umgeladen, uns vom Larry verabschiedet und uns kuschelige Plätzchen im Bus gesucht.
Ich wollte eigentlich schlafen, war aber irgendwie zu hibbelig. Erst später bin ich eingeschlafen. Ratz-fatz waren wir in Berlin am Flughafen.

So langsam trudelten auch die anderen Reiseteilnehmer ein.
Dann ging es zum einchecken!
Da haben wir erst sehr lange in der Schlange für Reisende ohne israelischen Pass gestanden und die schwerbewaffnete Polizei bewundert, die reichlich vor den Schaltern der israelischen Fluglinie vorhanden war.
Nach und nach rückten wir vor. Es dauerte... Aber dann war auch ich dran mit der hochnotpeinlichen Befragung... Erfahrene Israel-Reisende hatten mich schon vorgewarnt.
Warum ich nach Israel fahre?
Ob ich wen in der Gruppe kenne?
Ob ich mit Jemandem aus der Gruppe verwandt bin?
Warum ich einen neuen Reisepass habe?
Ob ich noch einen anderen Reisepass habe?
Ob ich schon mal in Israel war?
Oder in einem arabischen Land?
Warum ich einen neuen Reisepass habe?
Ob das mein Koffer ist?
Wer meinen Koffer gepackt hat?
Wann und wo?
Ob ich von Jemandem Geschenke bekommen hätte?
Ob mir Jemand was gegeben hat, das ich Jemandem in Israel geben soll?
Warum ich einen neuen Reisepass habe?
Und ob ich wirklich keinen anderen habe?
Und wirklich gar keine Geschenke angenommen?

Viele, viele Fragen. Erschwerend war, das die Dame, die mich befragt hat, einen guten Kopf kleiner war als ich, sehr leise gesprochen hat und die Umgebungsgeräusche sehr laut waren, ihr Englisch einen starken Akzent hatte und mein Englisch wegen Müdigkeit und mangelnder Praxis auch nicht sehr gut war.
Aber dann war sie scheinbar mit meinen Antworten zufrieden und ich durfte gehen.
Es folgten unzählige Sicherheits-Checks. Tasche auf, Tasche zu, Piepdinger und Durchleuchtungsschranken.
Endlich hatten wir auch diese Hürden überwunden und konnten, nach einiger Wartezeit, endlich ins Flugzeug!
Oh mann, ich war aufgeregt! Das war mein allererster Flug!
Angst hatte ich nicht, nur eben aufgeregt.




Alex hat mir ihren Fensterplatz überlassen, weil sie schon oft geflogen war und sowieso lieber lesen wollte.
Das war der Blick aus dem Fenster. Wir sind mit einer israelischen Fluglinie, der El Al, geflogen.
Dieser Flieger neben uns weckte in mir Assoziationen nach knusprig würzigen Chicken-Wings.
Inzwischen knurrte mir nämlich ganz gewaltig der Magen.
Der Start verlief problemlos, nachdem erst mal die Flügel enteist werden mussten. Als wir da so abhoben und der Flieger eine Schleife über das in dicke Wolken gehüllte Berlin drehte, wurde mir doch recht flau im Magen. Aber dann ging es.

Nach einiger Zeit wurde uns ein zauberhaftes Dinner serviert. Matschige, völlig ungewürzte Nudeln, Bohnen und Rindfleisch in Soße, dazu ein Stück trockener Schokokuchen und sehr dünner Kaffee. Naja, der Hunger treibts rein.

Nach 4 Flugstunden kreisten wir über TelAviv. Was für eine gigantische Stadt!
Bei der Landung auf dem Ben Gurion Flughafen in TelAviv ist mir doch ziemlich übel geworden. Aber es ging! Ich brauchte keine Tüte!

Nach dem Aussteigen, Koffer einsammeln und diversen Sicherheits- und Passkontrollen kamen wir endlich aus dem Flughafen, wo uns unser Reiseleiter Motke schon erwartete.
Das war eine Überraschung, als wir aus dem Flughafen traten! Milde 19°C. In Berlin waren es an dem Morgen noch -9°C. Als erstes fielen mir riesige, blühende Bougainvillaen auf, die als Strassenbäume gepflanzt waren.

Nachdem wir unser Gepäck im Bus verstaut hatten, ging es los. Eine Stadtrundfahrt durch TelAviv. Eine pulsierende Ansammlung gigantischer Hochhäuser und Glasfassaden. Und ein wahnsinns-Verkehr! So vollgestopfte Strassen kann man sich kaum vorstellen. Scheinbar ist das wichtigste an israelischen Autos die Hupe, denn diese wurde immer und überall eingesetzt.
In TelAviv gibt es eine große Anzahl Häuser und Villen im Bauhaus-Stil, die von den aus Deutschland ausgwanderten (weil als entartete Kunst bezeichnet und unerwünscht) Bauhaus-Architekten in der dreissiger Jahren erbaut wurden.

Dann sind wir noch etliche Stunden durch Israel gefahren, bis wir Tiberias am See Genezareth erreichten. Dort wurden wir mit einem gigantischen und superleckeren Buffett überrascht.
Anschliessend haben wir unsere Zimmer bezogen und die meisten sind auch recht schnell in der Heia verschwunden. Ich auch.


Tiberias bei Nacht. Blick aus dem Hotel.


Freitag, 6. Februar 2009

ein Reisetagebuch

Hier möchte ich -um es nicht zu vergessen, und um andere an meiner schönen Reise teilhaben zu lassen- ein Reisetagebuch anlegen.

Vom 29.01. bis zum 05.02.2009 war ich mit einer Reisegruppe in Israel.
Eine Reise quer durch dieses geschichtsträchtige Land, von Nord nach Süd, von West nach Ost, vom Mittelmeer zum See Genezareth, vom Toten Meer zum Roten Meer, vom fruchtbaren Galiläa zur Wüste Negev.

Mit mir fuhren
unser Reiseleiter Motke Shomrath
die Organisatorin dieser Reise, meine Schwägerin Regine
noch eine Schwägerin, Alexandra
Jens
Rocco
Evi
Ecki
Vincent und Melanie
Ann und Ronny
Rene und Manuela
Judith mit ihren Kindern Johanna und Aaron

Aus Datenschutzgründen nenne ich natürlich keine Nachnahmen, oder wo die Leute herkommen.

Die Reise im Überblick:
1. Tag:
Flug von Berlin nach TelAviv um 10.50Uhr (dt. Zeit). Ankunft um 15.45 Uhr (israel. Zeit)
Stadtrundfahrt durch TelAviv durch die Bauhaus-Siedlung.
Weiterfahrt nach Tiberias.
Ankunft in Tiberias gegen 19,30 Uhr. Abendessen und Zimmer beziehen.

2.Tag:
Fahrt von Tiberias nach Dan ins Naturschutzgebiet.
Besichtigung der alten Stadt Dan.
Weiterfahrt nach Banias.
Golan-Höhen
Berg der Seligpreisungen
Brotvermehrungskirche am See Genezareth
Kapernaum
Rückfahrt nach Tiberias

3.Tag:
von Tiberias nach Akko, eine alte Kreuzfahrerstadt.
Rundfahrt durch Haifa, kurzer Fotostop oberhalb des Bahain-Tempels.
Weiterfahrt in ein kleines Drusendorf, zum Mittagessen
Dann weiter nach Cesarea. Besichtigung des Aquädukts, des Amphi-Theaters und des Hippodroms, welche Pilatus erbauen liess.
Weiterfahrt nach Jerusalem.
Nach dem Abendessen erste Stadtrundfahrt durch Jerusalem und Spaziergang durch die Altstadt.

4.Tag:
Besuch in der Holocaust-Gedenkstätte Yad VaShem.
Führung durch die Altstadt von Jerusalem.
Besuch der Grabeskirche
Gang über den Bazar
Anthiopisches Kloster
Arabischer Bazar, jüdischer Bazar, Teile der unterirdischen Stadt aus römischer Zeit

5.Tag:
Besichtigung der Menora vor der Knesset
Besichtigung der größten Synagoge in Jerusalem
Fahrt zum Ölberg
Weiterfahrt in die Wüste.
Wadi Quelt
Besichtigung der Festung Masada
Badestop am Toten Meer
Weiterfahrt zum Nachtquartier im Kibbutz Mash'abei Sadeh
Vorbei an den Höhlen von Qumran, kurzer Stop in Arad

6.Tag:
Besuch am Grab Ben Gurions
Wanderung zur Quelle Ein Avdat durch die Wüste
Besichtigung der alten Nabatäer-Stadt Avdat
Fahrt zum Mizpe Ramon
Weiterfahrt nach Eilat am Roten Meer
Abendspaziergang an der Strandpromenade

7.Tag:
Besuch des Ozeaniums in Eilat
der restliche Tag war zut freien Verfügung: baden und bummeln, Koffer packen
Nach dem Abendessen Abschlussrunde.
Rückfahrt nach TelAviv. Ankunft am Flughafen um 1.30 Uhr (viel zu früh!)
Einchecken
Abflug um 6.05 Uhr (israel. Zeit)
Landung in Berlin um 9.45 Uhr (deutsche Zeit)
Heimfahrt. Nankunft zu Hause um 14.00 Uhr.
Koffer auspacken. Erzählen. Wäsche waschen. Katzen kuscheln. Ritter kuscheln. Todmüde ins Bett fallen.